It seems we can’t find what you’re looking for. Perhaps searching can help.
Kursleitung: Dr. rer.nat. Heidrun Fußwinkel
Vita
In der Schule bevorzugte ich die Mathematik, Deutsch und Sprachen! Auch hat mich meine Liebe zur Musik nie verlassen. Meinen ersten Berufsweg bestimmte mein Vater, der das tradierte Frauenbild verinnerlicht hatte: Also durfte ich (immerhin) die Realschule besuchen, aber nicht das weiterführende Gymnasium, um studieren zu können.
So begann ich eine Ausbildung bei einer Stadtverwaltung, wurde Beamtin im gehobenen Dienst und nach 5 Jahren Diplomverwaltungswirtin. Die Ausbildung hat mich in viele Bereiche einer Stadtverwaltung geführt. An die erste Ausbildungsstelle das Standesamt erinnere ich mich gern. Dort durfte ich bei Trauungen zuhören, wie der Standesbeamte mit wohlwollenden Worten die jungen Paare verheiratete. Andere Dienststellen waren z. B. die Volkshochschule und zuletzt das Bauamt.
Auch wenn die Kollegen und Kolleginnen immer freundschaftlich waren und ich die Leitung der Verwaltung als gerecht und demokratisch in Erinnerung habe, meine Träume haben mich nie verlassen: das Abitur habe ich am Abendgymnasium nachgeholt, um an der Universität zu Köln Biologie zu studieren.
Inzwischen war ich knapp 30 Jahre alt geworden, hatte geheiratet und war Mutter einer quicklebendigen Tochter geworden. Sie lernte die Universität früh kennen und war davon überzeugt, dass nach der Grundschule sie bereits an die Universität kommt! Oft hat sie an Vorlesungen teilgenommen und auch intensiv zugehört!
Es war eine Zeit, in der Genetik in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wurde. Ich wollte mehr darüber erfahren und habe mich am Institut für Genetik der Universität zu Köln beworben, um dort eine Diplomarbeit zum Thema der „Jumping genes“ zu schreiben. Die Doktorarbeit durfte ich direkt im Anschluss beginnen und weitere Untersuchungen zum Thema der springenden Gene vornehmen.
Als promovierte Wissenschaftlerin habe ich an der Universität zu Köln am Institut für Genetik u.a. Aufgaben in der Lehre übernommen und bin dankbar sehr viele Studierende unterrichtet zu haben.
Als Wissenschaftlerin habe ich allerdings erfahren müssen, dass es für viele gut ausgebildete Frauen und Männer kaum Arbeitsplätze gab.
Das hat mich dazu bewegt, in die Öffentlichkeit zu gehen, Vorträge zu halten und mit Kollegen und Kolleginnen ein Schülerlabor zu gründen: Köln PUB e.V.
Mein Motto war und ist: Niemals aufgeben!