Aktivitäten des Vereins

Zunächst hatte der Verein begonnen, durch öffentliche Veranstaltungen auf die Thematik “moderne Biotechnologie” aufmerksam zu machen und hat die zugrundeliegenden Techniken in vielen Vorträgen und Experimentiertagen erklärt. So hat er. z. B. in einer Buchhandlung, eine “etwas andere Dichterlesung” durchgeführt und vor den staunenden Gästen mit Haushaltsmitteln Erbgut aus der Tomate isoliert.
Den Mitgliedern des Vereins war und ist es wichtig, zu informieren, um so der Bevölkerung die Grundlage für eine sachliche Diskussion über Chancen und mögliche Risiken an die Hand zu geben.
Parallel zu den Vereinsaktivitäten haben Kolleginnen und Kollegen der Universität zu Köln, die auch dem Vereinsvorstand angehörten, für ihre Lehramtsstudierenden ein neues experimentelles Schulkonzept entwickelt, sie haben eigens für den Schulunterricht konzipierte Experimente in Schulen vorgeführt, engagierten Lehrerinnen und Lehrern Material für den Schulunterricht zur Verfügung gestellt, sind zu Messen gefahren und haben dort weitere interessierte Schulen gefunden. Der Kreis der engagierten Lehrerinnen und Lehrer vergrößerte sich ständig. Es entstand der dringende Wunsch nach Lehrerfortbildungsveranstaltungen und Laborkursen für Schulklassen, die eine praktische Ergänzung mit anschaulichen Experimenten zum theoretischen Schulunterricht bieten und die nicht in den Schulen sondern in einem gut ausgestatteten Labor stattfinden sollten.

An dieser Stelle überschnitten sich die Wünsche der Lehrerinnen und Lehrer mit den Zielen des Vereins! Wo gab es aber ein Labor, dass für diese Zwecke zur Verfügung gestanden hätte?

Laborgründung

Das erste KölnPUB-Labor wurde 1999 gegründet.
Die Raumknappheit der Forschungseinrichtungen, denen die Vereinsmitglieder angehörten, ließ keine Planung in den jeweiligen Instituten zu. Auch gehörten Lehrerfortbildungsveranstaltungen und Kurse für Schulklassen nicht zum Aufgabenkreis der Hochschule und des Max-Planck-Institutes.
Zu lösen war daher nicht nur die Raumfrage, sondern auch wo kommen Möbel und Laborausstattung her.
Eine Einladung zur Firmeneröffnung eines Junggründers brachte die Raumlösung. Der Vermieter stand den Vorstellungen des Vereins offen gegenüber und überließ dem Verein Räume in seinem Gewerbebau in Hürth-Goldenberg.
Die Erstausstattung mit Laborsgeräten verdankt der Verein dem Wissenschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, das die Idee, Lehrerfortbildungsveranstaltungen und Schülerkurse zur Biotechnologie anzubieten, sehr begrüßte. Viele Möbel des Labors waren Geschenke engagierter Kolleginnen und Kollegen.
Seit der Gründungszeit ist der Verein mehrfach umgezogen, nach Köln-Marsdorf, Köln-Kalk und ist jetzt in Frechen angesiedelt. Das Labor steht seit seiner Gründung einer immer größeren Anzahl Schulklassen, jährlich sind es 100 bis 146 Klassen, aus insgesamt mehr als 80 Städten aus und um Nordrhein-Westfalen als außerschulischer Lernort zur Verfügung.

Beispiele unserer Veranstaltungen in Kürze

Es fanden bzw. finden statt:

  • Päsentation der Wanderausstellung “Gen-Welten Ernährung” des Alimentariums (Museum für Ernährung) in Vevey (Schweiz) im Chemiepark Knapsack, Hürth, in der Flora Köln, dem Gymnasium Kreuzgasse Köln, dem Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung und dem Geschwister-Scholl-Gymnasium Pulheim (1999)
  • Eine “etwas andere Dichterlesung” mit kleinen Experimenten zur Biotechnologie in einer Kölner Buchhandlung (1999)
  • Fortbildungsveranstaltungen im eigenen Labor für Lehrer/innen seit 1999
  • Fortbildungsveranstaltung mit Journalisten
  • Fortbildungsveranstaltung mit Volontären des WDR
  • Informationsveranstaltung für die Frauen des ZONTA Club Köln
  • Fortbildungsveranstaltung mit dem Bund deutscher Kriminalbeamter zum “Genetischen Fingerabdruck in der Forensik”
  • Zusammenarbeit mit anderen Weiterbildungsorganisationen seit 1999
  • Beteiligung an Kongressen und Ausstellungen
  • Beteiligung an der Campusmesse der Universität Düsseldorf mit mehreren Laborkursen für Schulklassen
  • 2001 und 2002 gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen in Biotechnologie mit der RWTH Aachen • Teilnahme am Wettbewerb “Natur in Bewegung”, Gewinn ermöglichte Ausstellung bei Lebenslinien “Natur in Bewegung” im Kölner Gürzenich 2001
  • Beteiligung am “Tag der Technik” des VDI Bezirksvereins Köln und VDE Köln 2004
  • Workshops im Rahmen von Lehrerwochenend-Seminaren der Chemieverbände NRW
  • Teilnahme an Informationsveranstaltungen der Chemieverbände NRW für LehrerInnen
  • Projektleiterseminare nach § 15 (4) der Gentechnik-Sicherheitsverordnung (GenTSV) seit 2003 (seit 2010 zweimal jährlich)
  • Kooperation mit der Fachdidaktik für Masterstudierende im Lehramt Gymnasien/Gesamtschulen und Berufskollegs der Fachgruppe Biologie an der Universität zu Köln,
  • Betreuung von experimentellen Staatsexamensarbeiten
  • Laborkurse zur modernen Genetik im eigenen Labor für Schulklassen seit 1999 bis heute